7 Fragen an Natalie Winter zu "Fluch der Schwarzen Dahlie"

Natalie WinterDryas Verlag: 1. Wie sind Sie auf die Idee zu Ihrem aktuellen Buch „Fluch der Schwarzen Dahlie“ gekommen?

Natalie Winter: Am Anfang eines Buches steht immer etwas, das eher eine Emotion ist als eine konkrete Idee. Bei der „Schwarzen Dahlie“ war es der Eindruck eines Liebespaares im Stil von Bonnie und Clyde und das Gefühl von Gefahr, das ich in eine Geschichte packen wollte. Normalerweise, so auch hier, verschiebt sich der Fokus beim Plotten, und von dem anfänglichen Ansatz bleibt nicht mehr als eine Ahnung.

Dryas Verlag: 2. Die Schwarze Dahlie hatte den Wunsch, als Schauspielerin in Hollywood berühmt zu werden. Haben Sie Lieblingsfilme aus der damaligen Zeit, und wer war Ihre Lieblingsschauspielerin und warum?

Natalie Winter: Ich erweitere mal die Antwort auf Schauspieler im Allgemeinen. Ich liebe die „Dünner Mann“-Reihe mit Myrna Loy und William Powell sehr. Der letzte Film der Reihe kam im Todesjahr von Elizabeth Short in die Kinos. Außerdem bin ich seit meiner Jugend ein bisschen verliebt in Vincent Price, der ein großartiger Schauspieler war und ein umwerfender Sprecher. Er übernahm nicht nur die Rolle von „The Saint“ in den Radio-Hörspielen, sondern hatte auch Gastauftritte in Liedern von Alice Cooper und Michael Jackson.

Dryas Verlag: 3. Können Sie Ihren Lesern auch Werke anderer Autoren empfehlen, welche diese Geschichte thematisieren?

Natalie Winter: Böse Frage! Wie lang darf die Liste sein? Wenn ich mich auf die wichtigsten Werke beschränken soll, dann nimmt James Ellroys grandioser Noir-Krimi „Die Schwarze Dahlie“ Platz Nummer eins ein. Als hochinteressantes Kuriosum empfehle ich das Buch von Steve Hodel, der seinen Vater in „Black Dahlia Avenger: A Genius for Murder“ als den Mörder „überführte“ (und später auch noch als Zodiac-Killer).

Dryas Verlag: 4. In Ihrem aktuellen Roman geht es auch um Gestaltwandler. Was fasziniert Sie an dieser Thematik besonders, und welches sind Ihre Top-3-Gestaltwandleromane und warum?

Natalie Winter: An Gestaltwandlern fasziniert mich vor allem der Symbolcharakter des „inneren Tieres“, das wir ja im Grunde alle in uns tragen. Wie beherrscht man seine dunkle, animalische Seite? Was passiert, wenn das Raubtier sich von den Fesseln befreit und auf Jagd geht?

Ehrlich gesagt, lese ich keine Gestaltwandler-Romane anderer Autoren mehr, weil ich mich beim Schreiben nicht beeinflussen lassen möchte, ob bewusst oder unbewusst.:( Für mich ist der Akt des Verwandelns eine ähnlich intime Angelegenheit wie Sex, weshalb ich ausschließlich meine eigenen Worte dafür benutzen möchte. Bei Krimis sähe die Sache schon anders aus!

Dryas Verlag: 5. Was machen Sie sonntags am liebsten?

Natalie Winter: Mein perfekter Sonntag beginnt mit einer Hunderunde im Wald oder am See. Danach gibt es Frühstück auf der Couch (vorzugsweise Croissants und jede Menge Käse zur Auswahl) und einen Film oder eine Serie. Den Nachmittag verbringe ich auch an meinem perfekten Sonntag wieder mit Geschichtenschreiben. Am Abend kocht mein Mann mein Lieblingsessen, und wenn ich dann die letzte Runde mit dem Hund gehe, hört er fast perfekt.

Joana König / Frage über Facebook: 6. Warum haben Sie dieses Genre gewählt?

Danke für die schöne Frage! Meine Entscheidung füür das Genre "Urban Fantasy Krimi" hat viel damit zu tun, dass die fantastischen Figuren aus Büchern für mich real werden, sobald ich meine Nase in ein Buch stecke. Werwölfe, Vampire und andere paranormale Wesen plagen sich im Grunde genommmen mit den gleichen Problemen wie wir Menschen: Sie verlieben sich, sie müssen ihren Lebensunterhalt verdienen und manchmal stolpern sie eben auch über eine Leiche. Der Onkel meines Mannes ist Polizist und erzählt (anonymisiert natürlich) von echten Fällen, und als vor drei Jahren von einem besonders dreisten Mörder berichtete und davon, wie die Spürnase eines Polizeihundes bei der Aufklärung half, enstand in meinem Kopf das Bild von Gestaltwandlern, die sowohl in menschlicher als auch tierischer Gestalt ermitteln. Ich hoffe, mein Werwolf  und Undercover Cop Ryder Grey verzeiht mir die Erwähnung des Hundes - selbstverständlich will ich nicht andeuten, dass er auch nur das Geringste mit einem Polizeihund gemeinsam hat ;-)

Dryas Verlag: 7. Wie würden Sie sich selber mit 3 Worten beschreiben?

Natalie Winter: Schreibwütig. Loyal. Frankophil.

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